Frozen Shoulder: Ursachen & Therapiemöglichkeiten
Als Frozen Shoulder (Capsulitis adhaesiva) – eingefrorene Schulter – wird eine Erkrankung der Schulterkapsel bezeichnet. Verschiedenste Ursachen führen langfristig zu einer Schultersteifigkeit in allen drei Bewegungsebenen des Schultergelenks.
Anfänglich starke Schulterschmerzen lassen mit der Zeit nach, gehen aber mit einer Versteifung des Gelenks einher. Sie tritt vor allem in einem Alter von 40 – 60 Jahren und vorrangig bei Frauen auf.
Entstehung der Frozen Shoulder
Die Erkrankung beginnt mit plötzlichen und heftigen Schulterschmerzen die bewegungsabhängig sind. Sie treten insbesondere nachts auf und haben ihre Entstehung in einer Entzündung der Gelenkschleimhaut und der Schulterkapsel. Als Folge der Entzündung bilden sich Verklebungen und Verwachsungen, die die Gelenkkapsel schrumpfen lässt.
Nach dieser ersten Phase des „Einfrierens“, die ungefähr vier Monate dauert, lässt der Schmerz langsam nach. Die Beweglichkeit ist jedoch inzwischen stark eingeschränkt. Die Schultersteifheit erreicht ihren Höhepunkt.
Insbesondere die Drehung des Armes nach innen und außen ist erschwert.
Die „Frozen Shoulder“ kann nach 8 Monaten langsam anfangen wieder „aufzutauen“. Bis zu einer vollständigen Beweglichkeit kann es aber noch viele Monate oder Jahre benötigen. In der Lösungsphase geht auch die Entzündung des Gelenks zurück. Um den Verlauf zu verkürzen gibt es einige Therapiemöglichkeiten.

Der Körperkompass
Gesundheitswissen aus der Osteopathie-Praxis
Bestell-Nr. 1582ISBN-13: 978-3-8434-1582-8
248 Seiten, 154 x 205 mm, broschiert, mit zahlreichen farbigen Abbildungen
Erscheinungsdatum: 23.01.2025
Wie wird die Frozen Shoulder behandelt?
Wer den langwierigen Prozess der Heilung verkürzen möchte, findet in der Osteopathie eine gute Behandlungsmethode. Sie betrachtet den Körper im Ganzen und nicht nur einzelne Regionen. So stellt sich für den Osteopathen als ersten die Frage, woher die Schulterschmerzen kommen. So können beispielsweise auch die Nerven, die die Leber versorgen, eine Ursache für die Schmerzen sein. Diese Ursachenforschung bedingt eine ausführliche Diagnostik.

Behandlung mit Matrix Rhythmus Therapie
Neben der Behandlung der ursächlichen Probleme werden auch die Verklebungen und Vernarbungen der Schulter angegangen. Hier empfiehlt sich neben einer osteopathischen Behandlung die Matrix-Rhythmus-Therapie. Sie mobilisiert mit sanften Schwingungen den Schulterbereich.
Das Prinzip basiert dabei auf der Eigenschwingung des Körpers. Dieser schwingt mit 8-12 Schwingungen pro Sekunde und sorgt so dafür, dass ein Stoffaustausch zwischen unseren Körperzellen möglich wird.
Unsere Skelettmuskulatur bildet unser größtes Antriebsorgan für diese Schwingungen. Sie sorgt für den Transport von Nährstoffen, Abwehr- und Abfallstoffen aus ihrer direkten Umgebung. Funktionieren die Schwingungen nicht richtig, kommt es zu Stauungen. Abfallstoffe können nicht mehr abtransportiert werden und Nähr- und Abwehrstoffe nicht mehr an ihren Wirkungsort gelangen. Es entstehen Verspannungen und anschließend Veränderungen im Muskel-, Knochen- und Nervengewebe des Körpers.
Die Matrix-Rhythmus-Therapie kann eine deutliche Verbesserung des Zustanden ermöglichen. So wird der betroffene Bereich in Schwingung versetzt, die an die körpereigenen in Amplitude und Frequenz angeglichen sind. Der Nährstofftransport wird wieder angeregt und Verspannungen werden gelöst. Nun kann die Skelettmuskulatur langsam wieder selbst die Arbeit übernehmen.
In unserer Praxis zeigt sich, dass bei einer Frozen Shoulder wenige Behandlungen in einem wöchentlichen Rhythmus schon deutliche Verbesserungen zeigen.
Osteopathische Betrachtung der Frozen Shoulder
Die osteopathische Herangehensweise legt bekanntermaßen großen Wert auf den gesamten Organismus – das Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken, Organen und dem Nervensystem. Gerade bei einer Frozen Shoulder (Kapsulitis) ist dies von besonderer Bedeutung, da die eigentliche Ursache häufig nicht direkt in der Schulter selbst, sondern an anderer Stelle zu finden ist. Vor allem, wenn sich eine Kapsulitis wiederholt zeigt, sollte gründlich nach möglichen Auslösern geforscht werden.
Ein Beispiel hierfür ist eine linksseitige Frozen Shoulder, deren Ursprung in einem Magenproblem liegen kann, das wiederum durch langanhaltenden Stress verursacht wurde. Dies ist jedoch nur eine von vielen denkbaren Konstellationen, die wir im Rahmen einer umfassenden Befundung aufdecken können. Dabei wird deutlich, dass eine nachhaltige Ausheilung ohne erneutes Auftreten nur dann möglich ist, wenn an den zugrunde liegenden Ursachen angesetzt wird, anstatt sich ausschließlich auf die manuelle Behandlung der Schulter zu konzentrieren. So trägt die ganzheitliche Betrachtung entscheidend dazu bei, dass die Therapie langfristig erfolgreich ist und erneute Beschwerden vermieden werden können.
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