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Wie kann Osteopathie bei einem Bandscheibenvorfall helfen?


Wenn man sich anschaut, welche Erkrankungen am häufigsten zu einem Besuch beim Arzt führen, steht auf dem ersten Platz der Bandscheibenvorfall. Hier lesen Sie, wie es zu einem Bandscheibenvorfall kommt und wie Osteopathie helfen kann.



Wer kennt es nicht, langes Sitzen am Arbeitsplatz und fehlende Zeit oder Motivation für Sport. Sie führen zu Bewegungsmangel, einseitiger Belastung oder Fehlbelastung, schlechte Haltung und damit zu Rückenschmerzen und irgendwann zum Bandscheibenvorfall.

Die Bandscheiben bilden einen Puffer zwischen unseren Wirbelkörpern. Sie bestehen aus einem weichen Gallertkern, der erst die vielseitigen Bewegungsmöglichkeiten der Wirbelsäule ermöglicht. Zeitlebens wird dieser Gallertkern gequetscht, gedreht und verzogen. Man kann sich vorstellen, was das für eine Belastung bedeutet. Durch Druck wird aus der Bandscheibe die Flüssigkeit herausgepresst. Bei Entlastung wird dagegen wieder Flüssigkeit aufgenommen. Nur durch diese Flüssigkeitsaufnahme kann die Bandscheibe ernährt werden, denn sie wird nicht durch Blutgefäße versorgt. Aus diesem Grund ist die Entlastung der Wirbelsäule so wichtig, denn ansonsten würde einerseits ein Nährstoffmangel entstehen und andererseits die Bandscheibe nicht ihre Pufferfunktion erfüllen können.


Die Bandscheibe wird umgeben von einem Faserring. Er sorgt dafür, dass die Bandscheibe an ihrem Platz bleibt. Bei einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) reißt der Faserring und der Gallertkern kann austreten.
Die Symptome eines Vorfalls können je nach Art und Ausmaß unterschiedlich sein. Manchmal geschieht er unbemerkt, manchmal mit starken Rückenschmerzen oder Taubheitsgefühlen.

Der erste Weg bei einem Verdacht auf Bandscheibenvorfall sollte immer zum Arzt sein. Er kann durch bildgebende Verfahren, wie die Magnetresonanztomographie (MRT) die Art und den Ort des Vorfalls bestimmen. Eine Operation ist in den meisten Fällen unnötig, denn oft kann mit konventionellen Methoden geholfen werden.

Eine sehr effektive Methode zur Therapie ist die Osteopathie. Sie betrachtet den Körper als Einheit und erforscht die Ursache des Problems, anstatt nur Symptome zu behandeln. Mit ihrer Hilfe werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Bei einem Bandscheibenvorfall kann der Osteopath verschiedenste Ursachen feststellen, wie zum Beispiel Organschwäche, die den Druck auf den Bauchraum erhöht und die Wirbelsäule aus der Balance bringt. Aber natürlich auch Fehlstellungen der Wirbel, des Beckens, oder anderer Gelenke.

 

Sie möchten etwas für Ihre Bandscheiben tun? Wir haben Ihnen ein paar Übungen zur Entlastung ihres Rückens zusammengestellt.

Rückentraining - für einen gesunden Rücken


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